Nachdem es am Morgen aufgehört hatte zu regnen, ging es auf dem Fahrrad gleich heftig zur Sache. Gegen den starken Gegenwind kämpfend ging es zudem noch steil bergauf. Zur Erholung unterhielt ich mich noch eine Zeit lang mit einem älteren Spanier, der mich zuvor überholt hatte und dann sein Auto auf offener Strasse einfach stehen liess. Er wartete bis ich bei ihm war und dann erzählte er, dass er vor einigen Jahren eine Marokoreise auf dem Rad unternommen hatte. Es war eine lustige Unterhaltung, und nachdem ich mich genügend erholt hatte, verabschiedete ich mich und zog weiter.
Kurze Zeit später fuhr ich durch eine Plastikwelt. Grosse, bis zum Horizont reichende Plastikabdeckungen von Tomatenfeldern verschandelten die Landschaft. Jeder Quadratmeter wird hier für den Anbau von Tomaten ausgenützt. Beim Durchfahren der kleinen Dörfchen flogen mir, durch den Wind aufgewirbelt, Plastikfetzen und Staub ins Gesicht. Mancherorts konnte ich durch den Dreck in den Augen kaum noch etwas sehen. Es war eine sehr schmutzige Gegend. Also fuhr ich weiter und konnte ca. zehn Kilometer vor Almeria einen Platz zum Schlafen finden.
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