Mittwoch

14. April 2004

Tagesetappe:

Vor Alicante bis Murcia
112 km

Total:

1812 km

Wetter:


Heute wurde um 9.30 Uhr aufgebrochen. Dabei konnte ich das erste mal in kurzen Hosen losfahren. Es schien ein herrlicher Tag zu werden. Die Sonne lachte vom Himmel und der angenehme Rückenwind trieb mich nach vorne. Ich hatte eine gute Nacht verbracht und war mit dem Platz sehr zufrieden.

              Wenn ich so an die letzten Tage denke habe ich ständigen Hunger. Kaum habe ich richtig gegessen kommt wieder so ein knurren in der Magengegend auf. Nach einem reichlichen Abendessen freue ich mich eine halbe Stunde später schon wieder auf das Frühstück.

An dem ersten Zitronenfeld musste ich wieder eine Pause einlegen und konnte es mir nicht verkneifen 3 Zitronen zu schnappen, die auf dem Boden lagen. Eine wanderte sofort in meine Trinkflasche. Schmeckte gut.

       Am späteren Nachmittag kam Murcia in Sicht. Ich wollte noch durch die Stadt und die richtige Nebenstrasse finden, was mir nach einigem Suchen auch geglückt war.
Nach einigen Kilometern fand ich wieder ein Zitronenfeld mit angrenzender Orangenplantage, das ich mir zum Übernachten aussuchte. Nach dem Schreiben, das ich immer am Abend erle-digte, wurde gekocht (mit Hundegebell), dabei kam noch ein Russe vorbei und fragte mich, ob er hier mal schauen dürfte. Ich antwortete im: "No problemas" und er zog weiter. Später kam er mit Orangen gefülltem Rucksack wieder zurück. Wir unterhielten uns noch ein bisschen, wobei sich herausstellte das er bei einer nahe gelegenen Speditionsfirma arbeitet und seine Familie in Moskau lebt, bevor er dann von Dannen zog.

Um 9 Uhr, wie gewohnt, ging ich Schlafen. Im Halbschlaf riss mich ein heftiger Knall aus dem Schlaf. Die plötzliche Explosion war so heftig, das man das Echo noch 10 - 15 Sekunden von den Bergen hörte. Wahrscheinlich wird wieder ein neues Teilstück einer Autobahn gebaut und ein kleiner Berg war für die Strasse im weg. Ich dachte noch: "Wenn das die ganze Nacht so weiter geht und das ohne Vorankündigung, bekomme ich eine Herzkrise". Es blieb aber, ausser dem Hundegebell, ruhig.