Donnerstag

8. April 2004

Tagesetappe:

nach Barcelona bis Taragona
57 km

Total:

1209 km

Wetter:


Durch Fluglärm wurde ich am Morgen aus dem Schlaf gerissen. Mit ausgefahrenem Fahrwerk rauschten die Brummer über mein Zelt. Mein Zelt stand direkt in der Anflugschneise des nahe gelegenen Flughafens. Es regnete bei einer Affenkälte. Da war natürlich ein heisser Kaffee gut. Durch den gestrigen Fehlgriff im Supermarkt schmeckte der Kaffee ausnahmsweise mal süss mit Zitronenaroma. Danach legte ich mich noch einmal auf die faule Haut und stoppte die einzelnen Flugzeuglandungen mit meiner Armbanduhr.

       Nach dem zweiten Frühstück wurde bei trübem Wetter das nasse Zelt zusammengerollt und um 11.30 Uhr brach ich auf zu neuen Taten. Nach wenigen Kilometern fing es wieder an mit dem Nass vom Himmel und ich merkte bald, dass heute nicht mein grosser Fahrradtag werden wird. Eventuell lag es auch an den Teigwaren, die ich am Vortag nicht konsumieren konnte. Lustlos und müde trampelte ich bis 5 Uhr Nachmittags weiter. Bei dem trüben Wetter schlichen sich zudem auch noch trübe Gedanken ins Unterbewusstsein. Kein SMS von Zuhause und die allgemeine Wetterlage in Spanien trugen zu einer schlechten Stimmung bei. Ich durchwanderte einen kleinen Frust und musste ihn durch ein gutes Abendessen kompensieren.

In der Gegend gab es nur Hügel oder Häuser und das in grosser Anzahl, so dass erst nach langem Suchen ein ebener Platz gefunden wurde. Müde, wie ich war, wurde das Zelt aufgebaut und anschliessend erfolgte eine kleine Erholungsphase auf dem Schlafsack. Danach wurde eine Riesenportion Spaghetti mit Curry und Zwiebeln gegessen. Bei kühlen Abendtemperaturen ging ich unter die Decke und schlief sofort ein.