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Die
Katastrophe nahm ihren Lauf. Auf der Rennbahn ging es durch Tunnels
und breite Strassen Richtung Süden. Ein riesiger Verkehr tummelte
um uns herum, doch wir schafften es relativ schnell bis Ende Notre Dame
(1/2 Std.). Dann kam die Katastrophe! Bei meinem Bruder Gerd knackte und krachte es bedenklich am Hinterrad. In einem Tierpark wurde das Rad demontiert und kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass er so auf keinen Fall weiter fahren konnte. Also zusammenbauen und ab in das nächste Fahrradgeschäft, das wir nach langem Suchen in St. Michel fanden. Der Fahrradhändler gab uns zu verstehen, das wir ein neues Hinterrad mit Zahnkranz (Mutter war angefressen und nicht mehr zu demontieren) haben müssten (Lagerschaden oder Achsenbruch). Ich wartete vor dem Geschäft im Bereich unserer Habseligkeiten und sah den gehetzten Menschen zu, die zur Arbeit hasteten. Die Wartezeit wurde zudem noch kurzweilig durch ein Gespräch mit einer jungen Französin, die mich anquatschte, was wir machen, wohin wir gehen und ob wir wüssten, wo es schön ist auf dieser Welt. Sie war so jung, dass sie wohl noch nicht alles wissen konnte (wir auch nicht). Eine Ausbildung hatte sie als Apothekerin (6 Jahre). War auf jeden Fall lustig, sich mit einer quietschfidelen Französin, die noch relativ gut Englisch konnte, zu unterhalten. Wir waren noch gar nicht fertig mit unserer Unterhaltung, als uns auch schon das neuglänzende Hinterrad mit neuem Zahnkranz übergeben wurde, Wauuuu . Wir verabschiedeten uns von der netten Französin und nach kurzer Montage des Hinterrades setzten wir unsere Reise fort. Gerds erster Satz auf dem neuen, leichtgängigen Hinterrad war "Jetzt geht alles wie von selbst". Auf stark befahrenen Autostrassen ging es weiter stadtauswärts, und die Häuser wollten kein Ende nehmen. Kreuz und quer durchkreuzten wir Paris und fanden wie immer den Ausgang nicht. Der Eiffelturm winkte noch ein letztes mal uns zu, bis wir in südlicher Richtung Paris verlassen konnten. Bis zum Eindunkeln kamen wir nicht aus dem Häusermeer heraus und wir mussten in einem ausserhalb liegenden, farbigen Satellitenquartier einen Unterschlupf in aller Eile suchen. ![]() In letztem Moment fanden wir, bevor es Nacht wurde, einen geeigneten Platz, der sogar weit von der Autobahn und den danebenliegenden Hauptverkehrsstrassen lag. Um halb 10 Uhr konnten wir das Zelt aufbauen und von dem hektischen Verkehrstreiben wie erschlagen uns zur Ruhe begeben.
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